Stromanbieter Netzausbau

Bundesnetzagentur startet Konsultation zum Netzausbau
Die Bundesnetzagentur hat heute ihre Konsultation der Entwürfe des
Netzentwicklungsplans Strom (NEP) 2013 und des
Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2013 gestartet. Zusammen mit den
Netzentwicklungsplänen wurden Entwürfe der Bestätigungsentscheidungen der
Bundesnetzagentur sowie der Entwurf des Umweltberichts 2013 veröffentlicht.
Alle Interessierten haben nun acht Wochen Gelegenheit, hierzu Stellungnahmen
abzugeben.

„Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir wesentlich mehr von den
Übertragungsnetzbetreibern vorgeschlagene Netzverstärkungen in vorhandener
Trasse als bestätigungsfähig an. Dadurch wird deutlich, dass die Möglichkeiten
zu Netzverstärkungen oder -optimierungen grundsätzlich ausgeschöpft werden,
bevor es zum Neubau von Stromtrassen kommt“
, erläuterte Jochen Homann,
Präsident der Bundesnetzagentur. „Der dieses Jahr erstmalig vorgelegte
Offshore-Netzentwicklungsplan enthält die nötigen Anschlussmaßnahmen für
Windenergieanlagen auf See bis zum Jahr 2023. Er steht für einen
Systemwechsel weg vom individuellen Anschluss von Offshore-Windparks hin
zu einer geordneten Gesamtplanung der Anbindungsinfrastruktur in Nord- und
Ostsee.“

Die von den vier Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) öffentlich konsultierten
und überarbeiteten Netzentwicklungspläne enthalten alle Ausbaumaßnahmen,
die aus deren Sicht bis zum Jahr 2023 für eine sichere Stromversorgung in
Deutschland notwendig sind. Die Bundesnetzagentur hat die Pläne geprüft und
ihre vorläufige Einschätzung in den Entwürfen der Bestätigungen veröffentlicht.
Der ebenfalls veröffentlichte Entwurf des Umweltberichts dokumentiert die
diesjährige Strategische Umweltprüfung. Er beschreibt und bewertet die
voraussichtlichen Umweltauswirkungen des Netzausbaus. Die grundlegende
Methodik der Prüfung und die wesentlichen Angaben im Entwurf des
Umweltberichts bleiben gegenüber 2012 weitgehend unverändert. Im Vergleich
zum Vorjahr wurde die Prüfung jedoch deutlich erweitert. Ein wesentlicher
Grund hierfür ist, dass die Bundesnetzagentur erstmals nicht nur die
Umweltauswirkungen des Netzausbaus an Land, sondern auch solche im
Küstenmeer untersucht. Zudem werden in bestimmten Fällen
Umweltauswirkungen bei einer Ausführung der Vorhaben als Erdkabel
betrachtet.

Darüber hinaus enthält der Umweltbericht eine im Vergleich zum Vorjahr
deutlich erweiterte Alternativenprüfung. Dabei wurden Alternativen zu
einzelnen Vorhaben betrachtet, aber auch eine alternative
Anbindungszuordnung im Küstenmeer sowie unterschiedliche
Übertragungstechnologien untersucht. Zudem hat die Bundesnetzagentur
geprüft, welchen Einfluss es auf die Umweltauswirkungen hätte, wenn der
Prüfung unterschiedliche Entwicklungspfade für die Energielandschaft
(sog. Szenarien) zugrunde liegen würden.

Wie bereits 2012 führt die Bundesnetzagentur im Rahmen der Konsultation
sechs öffentliche Informationsveranstaltungen durch. Die Veranstaltungen
richten sich an Bürger, Verbände und Behörden und finden in den folgenden
Städten statt:
8. Oktober 2013 Oldenburg
9. Oktober 2013 Düsseldorf
10. Oktober 2013 Würzburg
15. Oktober 2013 Lübeck
16. Oktober 2013 Magdeburg
17. Oktober 2013 Kassel

Nähere Informationen zu den genauen Veranstaltungsorten und -zeiten, dem
inhaltlichen Ablauf und den Anmeldemöglichkeiten finden sie hier.

Der zweite Entwurf des NEP Strom 2013, der zweite Entwurf des O-NEP 2013,
die Unterlagen zu der Strategischen Umweltprüfung sowie die Entwürfe der
Bestätigungsdokumente sind auf der Internetseite
netzausbau.de/nep-ub-2013 veröffentlicht und liegen für sechs Wochen
bei der Bundesnetzagentur in Bonn aus. In dieser Zeit können Behörden ihre
Stellungnahmen einreichen. Die Öffentlichkeit kann sich zu den Entwürfen der
Netzentwicklungspläne und des Umweltberichts bis zum 8. November 2013
äußern. Im Anschluss an die Konsultation wertet die Bundesnetzagentur die
eingegangenen Stellungnahmen aus und berücksichtigt diese in den
Bestätigungen des NEP Strom, des O-NEP und im überarbeiteten
Umweltbericht.

Pressemeldung/Quelle: Bundesnetzagentur